Mittwoch, 22. Februar 2017

Der Countdown läuft

Ende Januar haben wir uns die Uniklinik in Mannheim angeschaut.
München ist zwar technisch auch gut ausgestattet, hat aber bei weitem nicht so viel Erfahrung. Zum Vergleich: München hat max. 10 Zwerchfellhernienbabys im Jahr, wovon auch nur ein kleiner Teil an die ECMO-Maschine muss, während Mannheim bis zu 70 Babys im Jahr nachgeburtlich betreut und dementsprechend um einiges mehr an Erfahrung hat. Da jeder Eingriff Komplikationen mit sich bringen kann, haben wir uns entschlossen, die beste Betreuung zu nehmen und zur Geburt nach Mannheim zu fahren, auch wenn es bis zu 3 Monate dauern kann, bis wir entlassen werden können. Pascal wird den erstem Monat mit in Mannheim sein und Tabea wird wieder ihre Großeltern in Berlin beglücken und dort für ein paar Wochen in die Kita gehen. Ab Mai sind Pascal und Tabea dann wieder in München und kommen mich und den Kleinen immer besuchen.
Mittlerweile bin ich auch in einer Facebook-Gruppe für Babys mit angeborener Zwerchfellhernie, wo wir viele Fragen loswerden und uns mit anderen betroffenen Eltern austauschen können. Das ist sehr schön und hilfreich.
Jetzt müssen wir noch die nächsten 5 Wochen bis zum OP-Termin überstehen und hoffen, dass es nicht früher losgeht und alle Pläne wieder umgeschmissen werden.

Erste Frühlingsgefühle in München

Zwischenstand

Wir wollten mal einen Zwischenstand geben, wie es uns geht.


Seit ein paar Wochen sind wir ja schon wieder in München und alles geht seinen geregelten Gang trotz Erkältungen, bauchbedingter Schwerfälligkeit und dem täglichen Kampf mit Kleinkind in den 4. Stock zu kommen. Dem kleinen Rabauken im Bauch geht es aber gut, er wächst fleißig und tobt ohne Ende - jetzt schon ein kleiner Kämpfer.

Baby beim Daumennuckeln erwischt im MRT in Belgien

Ansonsten hat Pascal sein erstes Arbeitsjahr rum und Tabea geht wieder in ihre gewohnte Krippe. Ihr hat aber auch die eine Woche in Mahlsdorf in der Kita gefallen. Sie singt immer noch das Morgenlied aus ihrer Gruppe und erinnert sich an die Kinder (Liebe Grüße an Mara ;-) ). Bald geht sie ja noch mal dahin (siehe nächster Post). Diese Woche ist Fasching in der Münchner Krippe. Das Clownkostüm hat schon ihr Papa vor einigen Jahren angehabt ;-)


Da wir ja nun doch ungeplant wieder in München waren, habe ich kurzfristig noch Prüfungen geschrieben. Dazu noch ein paar Worte, da es im letzten halben Jahr wahrscheinlich gar nicht alle richtig mitbekommen haben. Ich habe ja im August meinen Geophysik-Master abgeschlossen und war anschließend für 3 Wochen an der Uni von meinem externen Betreuer in Saudi-Arabien. Da ich aber zu dem Zeitpunkt schon schwanger war, hätte es nicht so richtig Sinn gemacht, mich irgendwo zu bewerben - mit Bauchansatz und wenn klar ist, dass ich in der Probezeit schon wieder in Mutterschutz gehen würde. Deswegen hatte ich mich für ein weiteres Masterstudium in Umweltingenieurwesen an der TU München beworben und tatsächlich auch eine Zusage bekommen. Das mache ich nun nebenbei noch und es macht mir auch sehr viel mehr Spaß als der letzte Master.
Mit dem geplanten Aufenthalt in Belgien wäre ich nur eigentlich über die gesamte Prüfungszeit nicht in München gewesen. Durch die Planänderung konnte ich mich in den letzten Wochen (und den nächsten) doch noch in die Prüfungsphase stürzen und einige Creditpoints sammeln und dann schauen wir einfach, was die nächsten Semester so bringen.

Ich möchte mich auch bei allen bedanken, die uns auf den unterschiedlichsten Weisen Grüße zukommen lassen! Es ist schön zu wissen, dass so viele an uns denken und in Gedanken bei uns sind!

Vielen Dank an die Münchner Bläserbuben für den schönen Engel.