Dienstag, 2. August 2022

Elias ist endlich zu Hause!

In den letzten zwei Wochen war die Nahrungsumstellung von der Sonde auf selber trinken die größte Baustelle bei Elias, nachdem die Atemunterstützung bereits am 19.7. eingestellt werden konnte und er die letzte Gabe des Entzugsmedikaments am 21.7. bekommen hat.

Seitdem hat er stetige Fortschritte beim Trinken gemacht. Anfangs hat er zumindest kleinere Mengen aus der Flasche getrunken, in der letzten Woche sind die Mengen immer größer geworden und auch bei der Mama an der Brust hat es mit dem Trinken geklappt. Nachdem er kontinuierlich Mengen von 45-70 ml selber getrunken hat und die Magensonde seit Sonntag nicht mehr benutzt wurde, wurde sie gestern gezogen.

Elias ohne Magensonde
Vorbereitungen zu Hause werden getroffen

Da das Trinken weiterhin geklappt hat, durfte Elias dann heute nach vier Wochen im Krankenhaus endlich mit nach Hause kommen. Jakob hat ihn vom Krankenhaus abgeholt und zu Hause durfte auch Jannis ihn begrüßen. Tabea muss noch ein paar Tage warten, da sie im Urlaub bei den Großeltern ist. Elias' Brüder sind aber sehr begeistert, dass er jetzt zu Hause ist und Jakob ist (zumindest manchmal) auch sehr vorsichtig beim Umgang mit Elias.

Jakob begrüßt sein Brüderchen vorm Krankenhaus

Nun müssen wir uns alle noch ein bisschen ein- und aneinander gewöhnen und genießen die schönen Sommerstunden.


Dienstag, 19. Juli 2022

Elias ist da!



Hurra, noch ein Brüderchen ist da!

 

Elias Valentin, geboren am 5.07.2022 um 13:26, rechtzeitig zu Papas Geburtstag, aber trotzdem 5 Wochen zu früh und viel zu überraschend. Durch die Frühgeburt oder/und durch Geburtskomplikationen hatte Elias massive Atemprobleme und kam kurz nach der Geburt auf die Intensivstation.

Nun "missbrauchen" wir Jannis' Blog, um von unserem jüngsten Nachwuchs und den letzten 2 Wochen zu berichten. Vieles davon kam uns sehr bekannt vor aus der Krankenhauszeit mit Jannis.

Mitten im sommerlichen Gewitter ging es Abends am 4.7. spontan zur Kontrolle ins Krankenhaus und bald war klar, dass sich die Geburt nicht mehr aufhalten lässt. Pascal war nachts zu Hause mit den 3 Geschwistern und konnte zum Glück gleich früh morgens Steffi und Martina Bescheid geben, die sofort kamen und Jakob den Rest des Tages betreut und sich am Nachmittag auch um die beiden Großen gekümmert haben. 

Nach der Geburt hat sich Elias leider nicht von alleine erholt, so dass er von den Kinderärzten mitgenommen und versorgt wurde. Es hat sich herausgestellt, dass ein Teil der rechten Lunge nicht ordentlich belüftet war und somit nicht richtig funktioniert hat. Das hieß Aufnahme auf die Intensivstation mit Beatmung (zunächst CPAP, später Intubation), Zugänge legen, Gabe beruhigender und sedierender Medikamente etc. Damit stabilisierte sich sein Zustand aber und er war gut versorgt. Für die Mama gab es statt Kuscheleinheiten direkt die Milchpumpe in den Kreißsaal.

Die Verkabelung und Verschlauchung sieht fast wie bei Jannis aus

Zur Verbesserung der Lungenaktivität bekam er Medikamente, sodass die Beatmung ab dem 2. Lebenstag langsam aber sicher wieder reduziert werden konnte. Gleichzeitig hat er aber über einen Zeitraum von einer Woche immer wieder erhöhte Gelbsuchtwerte gehabt, so dass er ständig unter dem Blaulicht lag und man ihn dann nicht wirklich anfassen und streicheln konnte.



In den nächsten Tagen wurden die beruhigenden Medikamente reduziert. Als Ersatz bekam er aber ein Medikament, das die Entzugsauswirkungen reduzieren soll. Durch die Medikamente und die zunächst größtenteils intravenöse Ernährung kam seine Verdauung auch nur langsam in Fahrt.

Am 11.7. konnte Elias dann extubiert werden und auf eine externe Atemhilfe (zunächst CPAP) umgestellt werden. Auch in den nächsten Tagen wurde die Atemunterstützung weiter reduziert, bis am 14.7. auf eine High Flow Brille umgestellt wurde, die er heute (am 19.7.) auch abgeben konnte.

An der High Flow Brille

12 Tage nach Geburt, am 17.7., durfte Elias von der Intensivstation auf die Frühchenstation umziehen. Hier wird nun auch das Entzugsmedikament reduziert. Bisher konnten wir dadurch aber noch keine Entzungserscheinungen bei ihm erkennnen. Heute konnte auch die intravenöse Ernährung eingestellt werden. Leider trinkt er noch nicht viel (weder aus der Flasche noch an der Brust), sodass er weiterhin größtenteils über die Magensonde ernährt wird.

Das erste mal in den eigenen Anziehsachen (Danke, Omi!)

In den nächsten Tagen (und eventuell Wochen) ist dann die Nahrungsumstellung die größte Herausforderung, bevor Elias endlich nach Hause und auch seine Geschwister kennenlernen darf.